Die Karte verkauft — oder verschenkt
Gäste verbringen im Schnitt unter zwei Minuten mit der Karte, bevor sie entscheiden. In dieser Zeit lenkt die Gestaltung den Blick, ordnet die Auswahl und schiebt bestimmte Gerichte nach vorn — oder eben nicht. Eine Word-Liste in Times New Roman tut das Gegenteil: Sie lässt den Gast die billigste Pizza suchen.
Wohin der Gast zuerst schaut
Der Blick wandert nicht von oben nach unten, sondern springt — und die wertvollste Stelle bekommt das Gericht mit der besten Marge, nicht das erstbeste:
Was eine gute Speisekarte ausmacht
- Klare Struktur. Gruppen mit Luft dazwischen, eine logische Reihenfolge — der Gast soll nicht suchen.
- Preise ohne Komma-Theater. Dezente Preise ohne „€"-Symbol und ohne Punktreihen, die zum Vergleichen einladen. „18,50" statt „18,50 €" senkt den gefühlten Schmerz.
- Ein Star pro Gruppe. Ein Gericht je Rubrik bekommt einen dezenten Rahmen oder ein Bild — das lenkt die Wahl.
- Lesbarkeit zuerst. Genug Schriftgröße, echter Kontrast, kein verschnörkeltes Display-Set über die ganze Karte.
- Pflichtangaben sauber. Allergene und Zusatzstoffe gehören rein — unauffällig, aber vollständig.
Print, QR-Code oder beides?
Gedruckt wirkt wertiger, liegt auf dem Tisch und lenkt den Blick, wie oben beschrieben — ideal für die Haupt-Karte. QR / digital ist unschlagbar für Tagesangebote und schnelle Preisänderungen, kann aber kein Erlebnis am Tisch ersetzen. Für die meisten Betriebe ist die Kombination richtig: eine schöne gedruckte Karte plus QR für die Wochenkarte.
Was kostet eine Speisekarte gestalten?
Gestaltet wird aus Aachen, für Gastronomie deutschlandweit (remote). Druckfertig angeliefert, auf Wunsch inklusive Druckdaten-Prüfung:
- Speise-/Menükarte (ab 240 €): bis 4 Seiten, druckfertig — Layout in deinem CI, Sweet-Spot-Logik inklusive.
- Faltflyer als Klappkarte (ab 240–340 €): Einbruch-, Wickel- oder Altarfalz für umfangreichere Karten.
- Größere Broschüren-Karte (ab 390 €): bis 8 Seiten für Restaurants mit großer Auswahl.
Wer schon ein Logo und eine Farbwelt hat, spart die Corporate-Design-Runde. Wer noch nicht, baut beides am besten zusammen auf.
Was du mitbringen solltest
- Alle Gerichte mit Preisen und Beschreibungen (als Text, nicht als Foto der alten Karte).
- Logo und Farben, falls vorhanden — sonst klären wir das vorab.
- Welche Gerichte sich am besten rechnen (für die Sweet-Spot-Platzierung).
- Format und Material — eine Karte, Klappkarte, abwischbar?
- Brauchst du zusätzlich eine QR-Wochenkarte?
Die Karte ist das einzige Werbemittel, das jeder Gast garantiert in die Hand nimmt. An der zu sparen ist, als würdest du den besten Tisch im Laden leer stehen lassen.
Fazit
Eine Speisekarte gestalten lassen heißt nicht „Liste hübsch machen", sondern den Blick lenken: klare Struktur, dezente Preise, ein Star pro Gruppe, der Margenbringer im Sweet-Spot. Gedruckt fürs Erlebnis, QR für die Tagesaktualität. Ab 240 € druckfertig — und die Karte verdient das meist mit ein paar bewussteren Bestellungen wieder rein.