Die Preisspanne in Aachen
Eine Website ist kein Produkt mit Festpreis-Etikett — sie ist so teuer wie das, was sie können muss. Zur Orientierung die typischen Stufen für den Raum Aachen (Stand 2026):
- 0 € — Baukasten gratis (Wix/Jimdo): Subdomain, fremde Werbung, kein Eigentum am Code, generischer Look. Für „irgendwas online" — nicht für Geschäft.
- 10–45 €/Monat — Baukasten-Abo (Wix, Squarespace, Jimdo): eigene Domain, fertige Templates. Du baust selbst und zahlst dauerhaft — und kommst ohne Neubau nie wieder raus.
- 600–1.800 € — WordPress / OnePager beim Freelancer: ein professioneller Einzel-Auftritt mit eigenem Design, Kontaktstrecke und SEO-Basis.
- 2.500–5.500 € — mehrseitige Website (der Sweet-Spot): individuelles Design, CMS, mehrere Seiten, DSGVO als Default. Hier landen die meisten KMU.
- 5.500–15.000 € — Premium & Shop: großer Funktionsumfang, WooCommerce/Shopify, viele Templates und Anbindungen.
- 15.000 €+ — Agentur / Enterprise: Projektteam, Custom-CMS, Mehrsprachigkeit. Sinnvoll ab einer gewissen Größe — für die meisten lokalen Betriebe überdimensioniert.
Was im Website-Preis steckt
Konzept & Struktur (25 %)
Wer kommt auf die Seite, was soll er tun, wie viele Seiten braucht es dafür? Seitenarchitektur, Nutzerführung, Wireframe. Diese unsichtbare Arbeit entscheidet, ob die Website Anfragen bringt oder nur online ist.
Design (25 %)
CI-Umsetzung, Layout, Typografie, responsive Verhalten vom Smartphone bis zum großen Monitor. Hier wird aus der Struktur etwas, das nach dir aussieht — nicht nach Template.
Umsetzung (30 %)
Der technische Bau: sauberer Code oder CMS, Ladezeit, Accessibility, DSGVO-konforme Einbindung von Schriften und Karten. Das ist das eigentliche Handwerk — und der Teil, den ein Baukasten dir nur scheinbar abnimmt.
Inhalte & Launch (20 %)
Texte, Bilder, das Einpflegen — und die Frage, wer das macht (dazu unten mehr). Dann der Start: Technik-Check, Sitemap, SEO-Basis, damit Google die Seite überhaupt findet.
Eine Website für 0 € spart nicht die Arbeit — sie verschiebt sie auf dich. Du baust selbst, textest selbst, pflegst selbst und stößt früher oder später an die Grenzen von Performance, SEO und DSGVO. Der Preis steht dann nicht auf der Rechnung, sondern in deiner Zeit.
Wo gespart werden kann (sinnvoll)
- OnePager statt Multipage zum Start. Eine starke Seite, die alles Wichtige zeigt — Unterseiten kommen, wenn der Bedarf da ist.
- Eigene Texte & Bilder liefern. Wenn du Inhalte hast, sparst du die Produktion. Wenn nicht, ist es selten gut investiert, daran zu sparen.
- Selbst pflegen statt Abo. Mit einem sauber eingerichteten CMS kannst du vieles selbst — wenn du die Zeit und Lust hast.
- Festpreis statt Stundensatz. Berechenbar, und es zwingt beide Seiten zu klarem Umfang.
Wo Sparen teuer wird
- Baukasten-Lock-in. Wix/Jimdo exportieren deine Seite nicht. Willst du später umziehen, baust du komplett neu — die ersparten Euros zahlst du doppelt zurück.
- Keine DSGVO-Sorgfalt. US-Schriften, US-Karten und Tracker ohne Vertrag sind in Deutschland abmahnfähig. Eine Abmahnung kostet mehr als die ganze Website.
- Kein Performance-/Mobil-Konzept. Lädt die Seite langsam oder ruckelt auf dem Handy, rankt Google sie nach unten und Besucher springen ab. Die billige Seite bringt dann nichts.
- Keine SEO-Basis. Ohne sauberen Seitentitel, Struktur und Ladezeit findet dich niemand. Eine unsichtbare Website ist der teuerste Sparposten überhaupt.
Was ich in Aachen anbiete
Ich liege bewusst unter dem Agentur-Niveau: solide, mehrseitige Websites mit echtem Konzept, deutschem Server auf Wunsch und DSGVO als Default — wofür eine Agentur schnell 2.500–5.500 € nimmt. Sitz in Aachen, umgesetzt für Kunden deutschlandweit — Webdesign läuft komplett remote.
- OnePager Basis (ab 890 €): eine Seite, bis sechs Sektionen. Für den klaren Auftritt ohne Schnickschnack.
- Website Standard (ab 1.690 €): 5–7 Seiten, CI-Anpassung, DSGVO-konform. Für die meisten Betriebe genau richtig.
- Website Premium (ab 2.690 €): bis 10 Seiten, CMS zum Selbstpflegen, SEO-Basis.
- Online-Shop (ab 2.490 €): WooCommerce, bis 50 Produkte — skalierbar nach oben.
- Website-Abo (ab 49 €/Monat): kein großer Einmalbetrag, Hosting und Pflege inklusive — Website-as-a-Service.
Was du im Briefing klären solltest
- Was soll die Website erreichen? (Anfragen, Verkauf, Sichtbarkeit, Image?)
- Wie viele Seiten brauchst du wirklich — heute und in einem Jahr?
- Brauchst du einen Shop oder reicht eine Kontaktstrecke?
- Willst du selbst pflegen oder soll das jemand übernehmen?
- Hast du Texte und Bilder — oder müssen die entstehen?
- Einmalkauf oder lieber monatliches Abo ohne große Anfangssumme?
- Deadline — wann soll sie online sein?
Eine Website ist kein einmaliger Aufwand, sondern ein Werkzeug, das jahrelang für dich arbeitet. Rechne nicht den Tagespreis — rechne, was eine Anfrage mehr im Monat über die Laufzeit wert ist.
Fazit
Was kostet eine Website in Aachen? Für 0 € bekommst du einen Baukasten und deine eigene Zeit als Rechnung; im fünfstelligen Agentur-Bereich selten ein besseres Ergebnis für einen lokalen Betrieb. Die meisten Betriebe sind mit einer soliden, mehrseitigen Website am besten bedient — bei mir deutlich unter dem Agentur-Niveau, oder als Abo ab 49 € im Monat. Was zählt, ist nicht der niedrigste Preis, sondern ob die Seite Anfragen bringt, dir gehört und DSGVO-sauber läuft.